Spülen von Trinkwasserleitungen nach DIN 1988-2/EN 806-4

Spülung von Trinkwasseranlagen mit dem Spülkompressor

Ein anderes Einsatzgebiet des ROPULS ist das Spülen von Trinkwasseranlagen vor der Erstinbetriebnahme gemäß den Vorgaben der DIN 1988-2. Bis zu einem maximalen Rohrdurchmesser von d 54 mm wirkt die Kraft des pulsierenden Druckluft-Wassergemisches, das schonend, aber gründlich, Ablagerungen und Verschmutzungen unterschiedlichster Art entfernt. Ergebnis sind saubere und hygienisch einwandfreie Trinkwasserleitungssysteme, wie sie in der Norm gefordert sind.

Nach der Erstinbetriebnahme müssen Trinkwasseranlagen nur noch in Ausnahmefällen gespült werden. Diese sind in der DIN 1988 (Teil 4 und 8) definiert. Es gehört tatsächlich zu den Pflichten eines Betreibers von Wohnungen oder eines Einfamilienhauses, neben anderen Maßnahmen (Schließen der Stockwerks-absperrung/Absperrarmatur), ab einer Abwesenheit von vier Wochen die Trinkwasseranlage zu spülen. Einfach Wasser über einen längeren Zeitraum fließen zu lassen, ist in diesem Fall nicht mehr ausreichend.

Ein weiteres Einsatzgebiet ist die Desinfektion von kontaminierten Rohrleitungen, die mittels einer Dosierpumpe, die direkt an den ROPULS angeschlossen werden kann, desinfiziert werden können. Diese Anwendung ist in Krankenhäusern, öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen, wie Schulen oder Universitäten, oder auch in größeren Hotels eine Option.

Die Verantwortung für die Trinkwasser-Hausinstallation und deren einwandfreien Betrieb liegt beim Haus- bzw. Wohnungseigentümer. Unter der Hausinstallation sind dabei alle Rohrleitungen, Armaturen und Geräte, wie bspw. Trinkwasser-Erwärmer, zwischen der Wasseruhr und den einzelnen Entnahmestellen (Wasserhähne etc.) zu verstehen.

Trinkwasser-Installationen in Ein- und Zweifamilienhäusern müssen zwar nicht regelmäßig auf Legionellen etc. untersucht werden. Sie können dennoch viel dazu beitragen, die gesundheitlich und hygienisch einwandfreie Qualität des Trinkwassers in Ihrer Hausinstallation dauerhaft sicher zu stellen.

 

Wie Sie zum Erhalt der Trinkwassergüte beitragen können

 

  • Überprüfen Sie, ob die Reglertemperatur des Trinkwassererwärmers 60°C beträgt. Vermeiden Sie in jedem Fall Temperaturen unter 50°C. Lassen Sie die Temperatur gegebenenfalls durch Ihren Installateur richtig einstellen.
  • Tauschen Sie das Wasser bei selten genutzten Entnahmestellen, wie z. B. Wasserhähnen in der Garage, im Gartenhaus oder im Gästebad, regelmäßig (mindestens monatlich) aus indem Sie das Wasser 5 Minuten fließen lassen.
  • Reinigen und entkalken Sie regelmäßig die Perlatoren der Wasserhähne.
  • Belasten Sie Rohre nicht mechanisch indem Sie bspw. Kleiderbügel daran hängen.
  • Bei Abwesenheit von mehr als drei Tagen, schließen Sie die Absperrarmatur hinter dem Wasserzähler und lassen Sie das Wasser nach Ihrer Rückkehr an allen Entnahmestellen 5 Minuten fließen.
  • Bei einer Nutzungsunterbrechung von mehr als 4 Wochen sollte die komplette Trinkwasser-Installation einmal gespült werden.
  • Bei einer Abwesenheit von 4 Stunden bis zu drei Tagen genügt es, das Stagnationswasser ablaufen zu lassen (ca. 30 Sekunden bis das Wasser spürbar kühler wird).

 

Wann Sie Ihre Trinkwasser-Installation durch einen qualifizierten Fachmann überprüfen lassen sollten

 

  • Wenn nach 30 Sekunden kein kaltes Wasser (≤ 25°C) kommt. Es besteht Verkeimungsrisiko!
  • Wenn Sie ungewohnte Druckschwankungen oder ungewohnte Geräusche wahrnehmen.
  • Wenn Sie erst nach längerer Auslaufzeit warmes Wasser erhalten.
  • Wenn Verdacht auf Verkeimung besteht.

 

Zu den Sofortmaßnahmen, die Sie selbst durchführen können, zählen:

 

  • Überprüfen Sie, ob die Reglertemperatur Ihres Trinkwassererwärmers, wie empfohlen, auf 60°C eingestellt ist.
  • Spülen Sie alle Warm- und Kaltwasser-Leitungen einmal komplett.

 

Bei Fragen können Sie sich gerne mit uns in Verbindung setzen.

 

Fäth & Haas GbR
Fechenheimer Weg 32
63477 Maintal / Bischofsheim

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Tel.: 06109 - 712 89 65

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